Benjamin Menze fordert individuelle Fahrzeugbeschaffung für die Ortsfeuerwehr Bergen – Kritik an der Entscheidung der Stadtverwaltung.
Die Stadtverwaltung Bergen plant, das alte Tanklöschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Bergen durch ein landesweit ausgeschriebenes LF 20 Katastrophenschutzfahrzeug (KatS) zu ersetzen, um Kosten zu sparen. Benjamin Menze, FDP, sieht diese Entscheidung kritisch und betont, dass eine individuelle Ausschreibung eines LF 20 auf die spezifischen Anforderungen der Feuerwehr Bergen besser zugeschnitten wäre.
„Der angebliche Preisvorteil von bis zu 170.000 Euro beim Kauf eines LF 20 KatS könnte schnell durch notwendige Nachrüstungen und Anpassungen zunichtegemacht werden,“ so Menze. Insbesondere die geringe Löschwasser-Kapazität von nur 1.000 Litern stellt für eine Schwerpunktfeuerwehr wie Bergen ein Problem dar. Die Schwerpunktfeuerwehr Feuerwehr, die bei Bränden im Stadtgebiet eine Schlüsselrolle spielt, benötigt ausreichend Wasserkapazität für eine schnelle Erstbekämpfung. „Die von der Stadtverwaltung geplante Ausnahme von der vorgeschriebenen Mindestgröße des Wassertanks (1.600 Liter) ist keine nachhaltige Lösung und birgt das Risiko, dass die Genehmigung seitens des Landkreises unter Umständen nicht erteilt wird“, warnt Menze.
Weiterhin bemängelt Menze, dass die angeblichen taktischen Nachteile des LF 20 KatS durch andere Fahrzeuge der Feuerwehr ausgeglichen werden sollen. „In der Praxis zeigt sich oft, dass diese Fahrzeuge nicht immer gleichzeitig verfügbar sind, vor allem bei parallelen Einsätzen. Ein Fahrzeug, das von vornherein optimal auf die Bedürfnisse der Feuerwehr abgestimmt ist, würde hier mehr Sicherheit bieten.“
Menze stellt klar, dass die langfristige Einsatzfähigkeit der Feuerwehr an erster Stelle stehen muss. Ein LF 20, das individuell auf die lokalen Anforderungen konfiguriert wird, könnte die Effektivität der Einsätze erhöhen und gleichzeitig die Feuerwehr weiterhin zukunftssicher aufstellen. Auch die Nachrüstung des LF 20 KatS mit zusätzlicher Ausrüstung, wie einer Wärmebildkamera oder Schiebleiter, könne Kompromisse bei der Fahrzeugnutzung nach sich ziehen.
„Die Ortsfeuerwehr Bergen sollte nicht auf eine allgemeine Landeslösung setzen, sondern auf ein Fahrzeug, das genau auf ihre spezifischen Bedürfnisse abgestimmt ist“, so Menze abschließend. „Nur so kann sichergestellt werden, dass die Feuerwehr im Ernstfall schnell und effizient handeln kann.“ Menze spricht sich daher klar für eine individuelle Ausschreibung und die Anschaffung eines voll ausgestatteten LF 20 Standard aus.